NEUES AUS DER NORMUNG


Liebe Leser,

heute finden Sie an dieser Stelle die zweite Ausgabe unseres Newsletters zur Normung. Er enthält wieder Neuigkeiten aus den CEN-Gremien – neben Informationen zu Kraftstoffen gibt es diesmal auch einen Abriss über die neue Kennzeichnungsnorm EN 16942, die auf einem EU-Mandat basiert und die in Zukunft helfen soll, Fehlbetankungen zu verhindern und die Einführung alternativer Kraftstoffe zu erleichtern. Die Entwicklung dieser Norm stellt übrigens einen neuen Rekord auf: innerhalb von 10 Monaten, gerechnet von der ersten Sitzung der TC 441, wurde das Dokument zur Entwurfsreife gebracht.

Wir hoffen, unser Newsletter gefällt Ihnen und liefert die eine oder andere nützliche Information. Fragen zu Details und Anregungen für neue Themen sind jederzeit willkommen.






DGMK-Materialien:
ISOFAM Version 1.0:
Rechenprogramm zur Mengenermittlung und  Dichteumrechnung
gemäß DIN 51650 und DIN 51757

Bestellung

Archiv Newsletter:

Newsletter 01/2016 Druckversion
Newsletter 02/2016 Druckversion





                                                   Newsletter 02/2016  Druckversion

Ethanolkraftstoffe

Bericht der Ethanol Task Force (EFTF)

E 85

Die CEN Technical Specification für E 85 (CEN TS 15293) soll in eine Europäische Norm (EN 15293) überführt werden; die technische Abstimmung fand im Frühjahr 2016 statt.

Kurz vor Ende der Abstimmungsfrist wurde ein nicht abgestimmter Bericht der Task Force für Ablagerungen durch E 85 veröffentlicht, der zusammen mit einer Empfehlung durch CONCAWE Verwirrung verursachte und letztlich das Abstimmungsverhalten beeinflusste.

Aufgrund dieser Probleme wurde seitens der CEN/TC19/WG 21 beschlossen, zunächst bis August 2016 einen konsolidierten Bericht zu erstellen, der die Basis für eine notwendige zweite technische Abstimmung darstellen soll, die aus derzeitiger Sicht Mitte 2017 stattfinden könnte.

Oktanzahlbestimmung für hochoktanige Blends

Die Bestimmung von Oktanzahlen über 100, wie z.B. E 85 sie aufweist, ist noch immer nur im Vergleich gegen verbleite Referenzkraftstoffe möglich. ISO/TC 28/WG 15 hat die Arbeit aufgenommen und sucht u.a. nach Möglichkeiten, hohe Oktanzahlen ohne verbleite Referenzkraftstoffe zu bestimmen.





Aktuelle Normdokumente


Ethanol

DIN EN 15376:2014-12
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Ethanol zur Verwendung als Blendkompo- nente in Ottokraftstoff -
Anforderungen und Prüfverfahren


E 85

DIN 51625:2008-03
, Ethanolkraftstoff.

Die Anforderungen sind Bestandteil der 10.
BImSchV und damit gesetzliche Anforderung.


DIN CEN/TS 15293:2011-04
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Ethanol(E85)-Kraftstoff für Fahrzeuge -
Anforderungen und Prüfverfahren


E DIN EN 15293 - Entwurf
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Ethanol(E85)-Kraftstoff für Fahrzeuge -
Anforderungen und Prüfverfahren
- hier wird ein weiteres Enquiry auf europäischer Ebene stattfinden müssen - dieser Entwurf wurde abgelehnt (siehe auch nebenstehenden Text).

 Dieselkraftstoffe

1.    Änderung der EN 590

Die EN 590, die europäische Norm für Dieselkraftstoffe, wird in den nächsten Monaten an einige aktuelle Entwicklungen angepasst. Da es sich nicht um gravierende Änderungen handelt, soll dies im Rahmen einer Änderung („Amendment“) stattfinden.

Folgende Punkte sollen aktualisiert werden:

·        Aktualisierung von Prüfmethoden;

·        Anpassung an neue Regelungen zur Kennzeichnung von Kraftstoffen;

·        Anpassung an die jüngsten Änderungen der FQD;

·        Entfernung des seit 2014 obsoleten gesetzlichen Grenzwerts von von 6 mg/l MMT;

·        Aufnahme eines Verweises auf CEN TR 16884 (Filtrierbarkeit), mit dem Hinweis, dass CEN an entsprechenden Methoden zur Bestimmung der Filtrierbarkeit arbeitet.

Die Abstimmung soll im Herbst erfolgen, und zwar im UAP. Da es kaum kritische Punkte gibt, kann das akzeptiert werden.

Der geplante Abschnitt 5.5.4. (Garantie für Filtrationseigenschaften für das ganze Jahr) wird nicht aufgenommen.

2.    Zukünftige Revision der EN 590

·        Absenkung der Minimaldichte

Es gibt keine wesentlichen Einwände gegen eine Absenkung der minimalen Dichte von Dieselkraftstoff. Kommentare liegen nur seitens der FIE-Hersteller vor. Einige Länder sehen Schwierigkeiten im Sommer, eine Maßnahme könnte in solchen Fällen die Einführung von Klimaklassen für die Dichte sein. Dies soll im Rahmen der geplanten EN 590-Revision diskutiert werden.

 3.    FAME Blends

·        B10 (EN 16734): die formelle Abstimmung ist abgeschlossen, die Norm ist akzeptiert. Für Deutschland, Belgien und Schweden gilt eine A-Abweichung.



      ·         Corrigendum EN 16709:
            
Die soeben veröffentlichte Norm für B30 wird durch ein     
             Korrigendum ergänzt, um die von Belgien beantragte
             A-Abweichung in die Norm aufzunehmen.



DIN EN 590:2014-04
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Dieselkraftstoff -
Anforderungen und Prüfverfahren
Deutsche Fassung EN 590:2013+AC2014





































E DIN EN 16734:2014-06
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Dieselkraftstoff mit einem Gehalt an Fettsäure-Methylester (FAME) von 10 % -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung prEN 16734:2014

DIN EN 16709:2015-12
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Dieselkraftstoffmischungen mit hohem FAME-Anteil (B20 oder B30) -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung EN 16709:2015

4.    Biokraftstoffe

·        EN 15940 (Paraffinischer Dieselkraftstoff) ist veröffentlicht, die DIN EN 15940 erscheint voraussichtlich Ende August/Anfang September.

Ein Work Item für eine Änderung ist beantragt, um während der formellen Abstimmung erhaltene technische Kommentare übernehmen zu können.
Der Entwurf soll im November vorliegen.



·        EN 14214 (FAME)

                     i.     Revision der EN 14214: Eine Machbarkeitsstudie der TF FAME kommt zu dem Ergebnis, dass es für eine Überarbeitung noch zu früh ist. Viele Prüfmethoden werden zurzeit überarbeitet. Die Diskussion soll auf der nächsten Sitzung fortgeführt werden.

                    ii.     Anhebung des Schwefelgrenzwertes für FAME
Die von britischer Seite ins Gespräch gebrachte Anhebung des Grenzwertes für Schwefel in FAME findet keine Mehrheit.

5.    Prüfmethoden

·        EN 16091 (PetroOXY):
Die Studie von CONCAWE zur Abhängigkeit der Induktionszeit vom Gehalt an Cetanimprover ist in Arbeit, die Messungen laufen bei ASG. Da die verantwortliche CEN-Arbeitsgruppe die Änderung nicht unterstützt, werden die Arbeiten von CONCAWE durchgeführt.

·        Filter Blocking
Der TR zum Workshop vom Juni 2015 wird nach Einarbeitung der Kommentare veröffentlicht.

Die WG 31 arbeitet weiterhin an einem Filtrationstest. Wegen der Arbeiten zum „Cold-FBT“ sind die Aktivitäten an der bestehenden Methode zurückgestellt.

·        Gesamtverschmutzung von FAME:

Der Ringversuch zur Gesamtverschmutzung für FAME hat erneut kein befriedigendes Ergebnis gebracht, die Methode ist in dieser Form nicht geeignet.




E DIN EN 15940:2012-12
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Paraffinischer Dieselkraftstoff aus
Synthese oder Hydrierungsverfahren -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung CEN/TS 15940:2012

EN 15940:2016-06
Automotive Fuels - Paraffinic diesel fuel
from synthesis or hydrotreatment -
Requirements and test methods

DIN EN 14214:2014-06
Flüssige Mineralölerzeugnisse -
Fettsäure-Methylester (FAME) zur Verwendung in Dieselmotoren und als Heizöl -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung EN 14214:2012+A1:2014








DIN EN 16091:2012-02
Flüssige Mineralölerzeugnisse -
Mitteldestillat- und Fettsäuremethylester- kraftstoffe und Mischungen -
Bestimmung der Oxidationsstabilität mit beschleunigtem Verfahren und kleiner Probenmenge
Deutsche Fassung EN 16091:2011






Ottokraftstoffe

1.    Änderung der EN 228

Die EN 228, die europäische Norm für Ottokraftstoffe, wird in den nächsten Monaten an einige aktuelle Entwicklungen angepasst. Da es sich nicht um gravierende Änderungen handelt, soll dies im Rahmen einer Änderung („Amendment“) stattfinden.

Folgende Punkte sollen aktualisiert werden:

·        Aktualisierung von Prüfmethoden;

·        Anpassung an neue Regelungen zur Kennzeichnung von Kraftstoffen, incl. einer Empfehlung zur Angabe der Oktanzahl;

·        Anpassung an die jüngsten Änderungen der FQD;

·        Aufnahme der überarbeiteten Ethanol-Norm EN 15376;

·        Entfernung des seit 2014 obsoleten gesetzlichen Grenzwerts von of 6 mg/l MMT;

·        Aufnahme eines Abschnitts zu synthetischen Kohlenwasserstoffen.

Eine weitere Revision der EN 228 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.

 2.    Diskussion zu “schädlichen Chemikalien“ („Harmful Chemicals”)

Seit einiger Zeit werden in Regionen außerhalb Europas Fälle beobachtet, in denen Kraftstoffen Koponenten beigemischt werden, die eine vermeintlich positive Wirkung haben (z.B. Oktanbooster), die aber auch zu Schäden führen können. Um dies zu verhindern, wird die Aufnahme einer entsprechenden Formulierung diskutiert, die nicht geprüfte Stoffe von der Beimischung ausschließen soll. In Bordeaux wurde die Bildung einer Task Force beschlossen, die sich dieses Problems annehmen soll. Es soll auch geprüft werden, ob entsprechende zusätzliche Anforderungen in die EN 228 aufgenommen werden können.

3.    Vapour Lock Index für Übergangszeiträume

Die CEN/TC19/WG 21 prüft, ob es möglich ist, den VLI aus der Anforderungsnorm zu streichen. Die Positionen von ACEA und CONCAWE sind hier entgegengesetzt.

In Bordeaux wurde vereinbart, vorhandene Daten zu Auswirkungen des VLI aus den Jahren 2011/2012 noch einmal auszuwerten und zu diskutieren, um eventuellen weiteren Datenbedarf für eine Entscheidung festzustellen.






DIN EN 228:2014-10

Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Unverbleite Ottokraftstoffe -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung EN 228:2013

 Gasförmige Kraftstoffe

 1.    Überarbeitung der EN 589

Die EN 589, die europäische Norm für Autogas, befindet sich derzeit in der Überarbeitung. Obwohl es einige Diskrepanzen gab, konnte man sich innerhalb der CEN TC19/WG 23 schließlich auf einen Kompromiss einigen, der in den nächsten Monaten in die Abstimmung gehen wird.

Folgende Punkte sollen aktualisiert werden:

·        Absenkung des Schwefelgrenzwertes von 50 mg/kg auf
30 mg/kg;

·        Absenkung des maximalen Gehaltes an 1,3-Butadien auf
0,1 % m/m, in Verbindung mit einer neuen Prüfmethode;

·        Einführung eines Mindestgehaltes an Propan von Vol.%;

·        Einführung einer neuen Prüfmethode für den Abdampfrückstand

·        Anpassung an neue Regelungen zur Kennzeichnung von Kraftstoffen;

·       Anpassung an die jüngsten Änderungen der FQD;

Auf längere Sicht soll der Schwefelgehalt an die Grenzwerte der flüssigen Kraftstoffe (10 mg/kg) angepasst werden. Der Grund für die heute noch höheren zulässigen Werte ist die für LPG vorgeschriebene Odorierung, die überwiegend mit schwefelhaltigen Verbindungen erfolgt.

2.    Erdgas und Biomethan – EN 16723, T. 1 und 2

·        EN 16723-1
Teil 1 dieser Norm spezifiziert die Qualität von Biomethan und Erdgas für die Einspeisung in das öffentliche Gasnetz. Hier konnte man sich auf eine Spezifikation einigen, die Norm befindet sich derzeit in der Formalen Abstimmung



·        EN 16723-2
Für die Spezifikation für Erdgas und Biomethan für Kraftstoffanwendungen zeichnet sich noch kein Kompromiss ab. Diskrepanzen gibt es bisher in erster Linie beim Schwefelgehalt, wo sich die Situation ähnlich darstellt wie bei LPG - die Forderungen der Automobilindustrie nach einem Grenwert von 10 mg/kg werden derzeit von der Gasindustrie abgelehnt.

Ein schwedischer Vorschlag für die Einführung einer zweiten Qualität mit niedrigerem Schwefelgehalt könnte ein Lösungsansatz sein, befindet sich aber noch in der Diskussion.




DIN EN 589:2012-06
Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge -
Flüssiggas -
Anforderungen und Prüfverfahren;
Deutsche Fassung EN 589:2008+A1:2012
























E DIN EN 16723-1:2014-06
Erdgas und Biomethan zur Verwendung im Transportwesen und Biomethan zur Einspeisung ins Erdgasnetz -
Teil 1: Festlegungen für Biomethan zur Einspeisung ins Erdgasnetz;
Deutsche Fassung prEN 16723-1:2014


E DIN EN 16723-2:2014-06
Erdgas und Biomethan zur Verwendung im Transportwesen und Biomethan zur einspeisung ins Erdgasnetz -
Teil 2: Festlegungenfür Kraftstoffe für Kraftfahrzeuge;
Deutsche Fassung prEN 16723-2:2014

Kraftstoffkennzeichnung

Die EU-Richtlinie 2014/94/EU [Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe] legt einheitliche Standards für eine Infrastruktur für alternative Kraftstoffe in Europa fest. Auf diese Weise soll die Einführung solcher Kraftstoffe erleichtert werden; außerdem sollen Verbraucher die Möglichkeit bekommen, grenzüberschreitend gleiche Bedingungen wie in ihrem Heimatland vorzufinden.

Artikel 7 der Richtlinie gibt Gesetze, Verordnungen und notwendige administrative Vorkehrungen vor, die die EU-Mitgliedsstaaten bis zum 18.11.2016 in Kraft setzen müssen und die sicherstellen sollen, dass Verbraucherinformationen bezüglich der Kompatibilität von Fahrzeugen mit den Tank- und Ladevorrichtungen für Kraftstoff oder Elektrizität in Fahrzeughandbüchern, an Tank- und Ladestationen sowie auf Fahrzeugmotoren und bei Fahrzeughändlern in ihrer Region zur Verfügung gestellt werden.

Bezüglich der Kennzeichnung von Kraftstoffen fordert Artikel 7 der EU-Direktive 2014/94/EU eine grafische Darstellung, einschließlich eines farbigen Kennzeichnungssystems. Die grafische Darstellung soll dabei im Einklang mit der Richtlinie:

a)       relevante, einheitliche und eindeutige Informationen in Bezug auf
       solche Fahrzeugmotoren bereitstellen, die regelmäßig mit
       geeigneten und am Markt befindlichen Kraftstoffen betrieben
       werden können,

b)       eindeutig und leicht verständlich sein;

c)       eine gut sichtbare Anbringung ermöglichen:

         1)       auf den entsprechenden Zapfsäulen und ihren Zapfventilen
                an Tankeinrichtungen

         2)       auf oder in unmittelbarer Nähe der Tankverschlüsse von
                Fahrzeugen, mit dem für das Fahrzeug empfohlenen und
                kompatiblen Kraftstoff  und im Fahrzeughandbuch.

Im März 2015 entschied CEN BT, das EU-Mandat zur Entwicklung einer entsprechenden Norm anzunehmen. Im April 2015 wurde das Projektkomitee CEN/TC 441 gegründet, das im Juni 2015 die Arbeit für die Kennzeichnung von Kraftstoffen für Verbrennungsmotoren aufnahm. Elektrofahrzeuge werden in CENELEC behandelt.

Bei der Entwicklung der Kennzeichen mussten zunächst die in Frage kommenden Produkte berücksichtigt werden; gleichzeitig war darauf zu achten, das System zukunftssicher zu machen, d.h. es für neue Produkte offen zu halten. Bestehende gesetzliche Anforderungen waren ebenso zu berücksichtigen wie die Gegebenheiten an Tankstellen oder der verfügbare Platz im Fahrzeug. Aufgrund der begrenzten Zeit bis zum Inkrafttreten der Richtlinie mussten die Arbeiten dazu sehr schnell abgeschlossen werden.

Die Lösung, die im Konsens mit allen beteiligten erarbeitet wurde, besteht aus einem Kennzeichnungssystem in Schwarz/Weiß, das Kraftstoffe in verschiedene Gruppe einteilt: Ottokraftstoffe, Dieselkraftstoffe und gasförmige Kraftstoffe. Die Kennzeichen enthalten dazu die jeweilige Spezifizierung des Kraftstoffs als Bildsymbol, das, unabhängig von der Landessprache, in ganz Europa gleich ist. Dieses System ist in der EN 16942 beschrieben.

Die Aufkleber müssen an der Tanksäule, auf der Zapfpistole, in der Tankklappe des Fahrzeugs und im Handbuch des Fahrzeugs zu finden sein; zudem ist die Kennzeichnung im Fahrzeughandel erforderlich. Zusätzliche Informationen können optional auf einer zusätzlichen Fläche rund um den Zentralaufkleber (Identifier) an der Tanksäule untergebracht werden.

Nachfolgend ist aufgeführt, wie Kraftstoffe in Europa zukünftig zu kennzeichnen sind. In Deutschland wird das System das bisherige amtliche Kennzeichnungssystem (runde Aufkleber) ersetzen. Die Zusatzinformationen werden dabei obligatorisch sein, um auch weiterhin alle notwendigen Inhalte zu vermitteln.

Aufbau des Kennzeichnungssystems

Anbringung und Größe der „Identifier“ (Zentralaufkleber) :

  • Zapfsäule, min. 30x30 mm (Ø 30 mm)
  • Zapfpistole, min. 13x13 mm (Ø 13 mm)
  • Tankklappe am Fahrzeug, min 13x13 mm (Ø 13 mm)
  • Beim Händler, min. 30x30 mm (Ø 30 mm)
  • Farbe: schwarz auf weißem / silbernem Grund

Ottokraftstoffe: Kreis
Ex mit x für den max. Ethanolgehalt


Dieselkraftstoffe: Quadrat
Bx mit x für d en max. FAME-Gehalt
XTL für paraffinische Dieselkraftstoffe



Gasförmige Kraftstoffe: Karo („Diamond“)
H2 für Wasserstoff
CNG für komprimiertes Erdgas / Biogas
LNG für verflüssigtes Erdgas / Biogas
LPG für Autogas




Zusatzinformationen
Für zusätzliche Informationen auf der Zapfsäule steht ein opitionales Format zur Verfügung, das Informationen in der jeweiligen Landessprache (z.B. Bezeichnung des Kraftstoffs, Norm, Oktanzahl etc.) enthalten kann.

In Deutschland wird diese Kennzeichnung zukünftig die heute bekannte ersetzen.


























































































V.i.S.P.: Dr. J. Fischer, FAM FAM Fachausschuss Mineralöl- und Brennstoffnormung